
BESCHREIBUNG
Die Einschraubheizkörper EHK von Türk+Hillinger dienen zur direkten Erwärmung flüssiger und gasförmiger Medien. Über ihren Schraubkopf lassen sie sich in Behälter und Anlagen integrieren. Typische Anwendungen sind Heißwasserbereiter, Kochkessel, Ölumlaufheizungen und industrielle Reinigungsbäder.
Die Baureihe umfasst Ausführungen mit und ohne Temperaturregelung sowie unterschiedliche Werkstoffe, Leistungen und Eintauchtiefen. Unser technischer Vertrieb unterstützt Sie dabei, den Einschraub-Heizkörper auf das Medium, die Einbausituation und den gewünschten Temperaturbereich abzustimmen.
Aufbau und Werkstoffe der EHK-Einschraubheizkörper
In der Standardbauweise bestehen die EHK aus drei U-förmig gebogenen Rohrheizkörpern, die in einen gemeinsamen Schraubkopf eingelötet oder eingeschweißt sind. Sonderausführungen mit einem oder zwei Rohrheizkörpern sind ebenfalls möglich.
Bei einem Einschraubheizkörper aus Edelstahl sind die Werkstoffe von Schraubkopf und Rohrmantel getrennt zu betrachten: Die Standardausführung besitzt einen Schraubkopf aus Edelstahl 1.4301 und einen Rohrmantel aus 1.4435. Je nach Medium und Betriebsbedingungen stehen weitere Werkstoffkombinationen zur Verfügung. Ein Einschraubheizkörper mit Messing-Schraubkopf ist auf Wunsch erhältlich.
Ob die Verbindung gelötet oder der Einschraubheizkörper geschweißt ausgeführt wird, richtet sich nach der gewählten Bauart und den Anforderungen der Anwendung.
Gewinde, Schutzarten und Anschlussmöglichkeiten
Das Standardgewinde der EHK-Baureihe ist G 1½, auch als G 1 1/2 bezeichnet. Für abweichende Behälteranschlüsse sind weitere Gewindegrößen auf Anfrage möglich, darunter Einschraubheizkörper mit G 2.
| Merkmal | Ausführung und Geltungsbereich |
|---|---|
| Standardgewinde | G 1½ |
| Weitere Gewinde | Je nach Ausführung G 1 bis G 2½ sowie Sondergewinde auf Anfrage |
| Standard-Schraubkopf | Edelstahl 1.4301 |
| Standard-Rohrmantel | Edelstahl 1.4435 |
| Verbindung zum Schraubkopf | Hart eingelötet oder eingeschweißt |
| Anschluss | Je nach Ausführung für 230 V Wechselstrom oder 400 V Drehstrom |
| Schutzarten | IP00 offen, IP41 mit Abdeckkappe oder IP64 mit Anschlussgehäuse |
| Betriebsdruck | Für die im Prospekt beschriebene Standardausführung maximal 6 bar; anwendungsbezogen prüfen |
Ein Einschraubheizkörper mit Anschlussgehäuse bietet Platz für die vorgesehenen Anschluss- und Regelungskomponenten. Schutzart und Ausstattung werden entsprechend den Umgebungsbedingungen ausgewählt.
Einschraubheizkörper mit Thermostat oder Temperaturbegrenzer
Ein Einschraubheizkörper mit Thermostat regelt die Temperatur des Mediums. Der Fühler des Kapillarrohrreglers sitzt in einem Schutzrohr zwischen den Heizrohren. Für die im Prospekt beschriebenen Reglerausführungen stehen beispielsweise Einstellbereiche von 30 bis 110 °C oder 50 bis 300 °C zur Verfügung. Diese Regelbereiche sind keine pauschale Freigabe für jedes Medium.
Ein Einschraubheizkörper mit Temperaturbegrenzer schaltet beim Erreichen der vorgesehenen Abschalttemperatur ab. Nach einer Auslösung muss die Ursache beseitigt werden, bevor der Begrenzer manuell zurückgesetzt wird.
Darüber hinaus sind Kombinationen aus Regler und Sicherheitstemperaturbegrenzer erhältlich. Die im Prospekt aufgeführte IP64-Kombinationsausführung besitzt einen Reglerbereich von 5 bis 85 °C und eine STB-Abschalttemperatur von 110 °C. Ihr Rohrmantel besteht aus der Nickel-Eisen-Chrom-Legierung 2.4858.
Ein Einschraubheizkörper ohne Thermostat steht für die Einbindung in ein entsprechend ausgelegtes externes Regelungs- und Schutzkonzept zur Verfügung.
Leistungen und Eintauchtiefen
Die Leistung allein bestimmt noch nicht die passende Ausführung. Bei gleicher Heizleistung können unterschiedliche Eintauchtiefen und Oberflächenbelastungen erforderlich sein.
Die folgenden Beispiele stammen aus der Standardtypenliste:
| Leistung | Eintauchtiefe | Oberflächenbelastung |
|---|---|---|
| Einschraubheizkörper 3 kW | 240 mm | 8–9 W/cm² |
| Einschraubheizkörper 3 kW | 480 mm | 4–5 W/cm² |
| Einschraubheizkörper 3 kW | 880 mm | 2–3 W/cm² |
| Einschraubheizkörper 6 kW | 480 mm | 8–9 W/cm² |
| Einschraubheizkörper 6 kW | 880 mm | 4–5 W/cm² |
Für Einschraubheizkörper mit 230 V oder 400 V ist die zur jeweiligen Ausführung passende Verschaltung zu berücksichtigen. Die Versorgungsspannung, die Regelung und die zulässige Schaltleistung müssen gemeinsam abgestimmt werden.
Einschraubheizkörper für Wasser, Öl, Luft und Prozessbäder
Einschraubheizkörper für Wasser kommen beispielsweise in Heißwasserbereitern und Kochkesseln zum Einsatz. Bei der Auswahl sind Wasserbeschaffenheit, Betriebstemperatur und mögliche Ablagerungen zu berücksichtigen.
Einschraubheizkörper für Öl eignen sich bei entsprechender Auslegung für Ölumlaufheizungen und weitere industrielle Anwendungen. Der Prospekt nennt für Öl und leichte Fette Standardtypen mit einer Oberflächenbelastung von 2 bis 3 W/cm².
Bei Einschraubheizkörpern für Luft muss die Wärmeabfuhr zur Heizleistung passen. Strömungsbedingungen und Werkstoffauswahl sind deshalb wesentliche Auslegungsparameter.
Für den Einsatz von Einschraubheizkörpern in Reinigungsbädern wird die Werkstoffkombination auf Zusammensetzung, Konzentration und Temperatur des Mediums abgestimmt. Für durchströmte Systeme sind außerdem Ausführungen mit optimierten Strömungsscheiben möglich. Solche Einschraubheizkörper für Durchlauferhitzer werden als Heizbaugruppe in die jeweilige Anlage integriert.
Kundenspezifische Einschraubheizkörper
Türk+Hillinger fertigt Einschraubheizkörper als Sonderanfertigung mit angepasster Eintauchtiefe, Leistung, Spannung oder Gewindeausführung. Auch besondere Werkstoffkombinationen und Beschichtungen mit PFA oder PTFE sind anwendungsbezogen möglich.
Ein Einschraubheizkörper mit Kühlstrecke entlastet das Anschlussgehäuse thermisch. Eine solche Ausführung wird unter anderem ab 110 °C Medientemperatur empfohlen. Bei kalten Medien kann die thermische Entkopplung helfen, Kondensation im Anschlussbereich zu vermeiden.
Für emaillierte Behälter stehen spezielle isolierte Einschraubheizkörper zur Verfügung. Die Eignung wird für die konkrete Behälter- und Heizkörperausführung abgestimmt.
Teilen Sie unserem technischen Vertrieb das Medium, die gewünschte Temperatur, den Wärmebedarf, den Betriebsdruck und die verfügbaren Einbaumaße mit. Auf dieser Grundlage wählen wir gemeinsam die passende EHK-Ausführung aus.
TECHNISCHE DATEN
| Technische Daten | Details |
|---|---|
| Oberflächenbelastbarkeit | je nach zu beheizendem Medium bis zu 25 W/cm² |
| Temperaturbelastbarkeit | max. 850 °C |
| Eintauchtiefe | max. 2200 mm |
| Netzanschluss | geeignet für den Anschluss an Wechsel- und Drehstrom |
ANWENDUNG
Erwärmung von flüssigen und gasförmigen Stoffen, z. B. Heißwasserbereiter, Kochkessel, Ölumlaufheizungen, Lufterhitzer.
Ihre Ansprechpartner

Sachbearbeitung
FLC – Flachheizkörper
FLEX – Flexibler Rohheizkorper
RHK – Bremswiderstände
RKF – Flachrohrheizkörper
Fax: +49 (0) 74 61-70 14 – 155
E-Mail: fiedler@tuerk-hillinger.de

Technischer Vertrieb
EHK – Einschraub-Heizkörper
FLC – Flachheizkörper
RKF – Flachrohrheizkörper
Wie wähle ich die Eintauchtiefe eines Einschraubheizkörpers?
Die Eintauchtiefe muss zum verfügbaren Behälterraum, zur Heizleistung und zur erforderlichen Oberflächenbelastung passen. Bei Flüssigkeitsanwendungen müssen die Heizrohre vollständig vom Medium bedeckt sein. Auch die unbeheizte Zone und die Einbaulänge des Behälteranschlusses sind zu berücksichtigen.
Warum ist die Oberflächenbelastung bei EHK wichtig?
Die Oberflächenbelastung beeinflusst, wie viel Wärme je Flächeneinheit an das Medium abgegeben wird. Für Öl sind häufig geringere Werte erforderlich als für geeignete Wasseranwendungen. Bei der EHK-Auswahl werden deshalb Medium, Temperatur, Strömung und mögliche Ablagerungen gemeinsam betrachtet.
Was ist bei der Montage eines Einschraubheizkörpers zu beachten?
Die im Prospekt beschriebene Standardausführung kann waagerecht oder senkrecht eingebaut werden. Für die aufgeführte Regler-STB-Kombination ist der senkrechte Einbau von oben vorgesehen. Maßgeblich sind die Angaben zur jeweiligen Ausführung. Bei Flüssigkeiten müssen die Heizrohre vollständig bedeckt sein; der Flüssigkeitsumlauf darf nicht behindert werden. Passende Dichtungen und Gegenmuttern sind gesondert zu bestellen.
Was unterscheidet die unbeheizte Zone von einer Kühlstrecke?
Die unbeheizte Zone ist ein Abschnitt der Heizrohre, in dem keine aktive Wärmeerzeugung vorgesehen ist. Die Regler-STB-Typen besitzen beispielsweise eine unbeheizte Länge von 100 mm. Eine Kühlstrecke dient dagegen der thermischen Entkopplung des Anschlussgehäuses. Beide Merkmale werden entsprechend der Einbausituation ausgelegt.
Wie lässt sich die Verkalkung eines Einschraubheizkörpers reduzieren?
Hartes Wasser kann Kalkablagerungen auf den Heizrohren verursachen und dadurch Überhitzung begünstigen. Eine passend gewählte, geringere Oberflächenbelastung kann die Verkalkung reduzieren. Größere Ablagerungen sind zu vermeiden; Kontrolle und Reinigung müssen auf Wasserbeschaffenheit und Betriebsbedingungen abgestimmt werden.
Sind EHK mit 230 V und 400 V erhältlich?
Ja, je nach Ausführung sind beide Anschlussvarianten möglich. EHK ohne Regler werden grundsätzlich für 400 V Drehstrom in Sternschaltung geliefert; eine Umrüstung auf 230 V Wechselstrom ist bei geeigneter Ausführung nach dem vorgesehenen Schaltbild möglich. Bei Varianten mit Regler sind zusätzlich dessen Schaltgrenzen und gegebenenfalls ein Schaltschütz zu berücksichtigen.
Was unterscheidet einen Einschraubheizkörper mit Thermostat von einer Ausführung mit Begrenzer?
Der Thermostat regelt die Temperatur im vorgesehenen Einstellbereich. Der Temperaturbegrenzer schaltet beim Erreichen seiner Abschalttemperatur ab und muss nach Beseitigung der Ursache manuell zurückgesetzt werden. Für Anwendungen, die beide Funktionen benötigen, stehen kombinierte EHK-Ausführungen zur Verfügung.