
BESCHREIBUNG
Die Flanschheizkörper FH von Türk+Hillinger erwärmen flüssige und gasförmige Medien direkt im Behälter oder in der Anlage. Die Elektro-Flanschheizkörper eignen sich für Anwendungen mit hoher Heizleistung und für Aufgaben, bei denen eine geringe Oberflächenbelastung erforderlich ist.
Als Heizflansch für die Industrie vereint die FH-Baugruppe die Heizelemente mit einem gemeinsamen Flanschanschluss. Flanschgröße, Eintauchtiefe, Mantelwerkstoff und elektrische Auslegung werden auf die Anwendung abgestimmt. Unser technischer Vertrieb unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Ausführung.
Aufbau und Flanschanschluss
Die FH-Baugruppe besteht aus Rohrheizelementen, die über einen gemeinsamen Flansch in den Behälter oder die Anlage eingebaut werden. Stützrohre stabilisieren den Aufbau. Je nach Einbausituation ist eine waagerechte oder senkrechte Montage möglich.
Für Flanschheizkörper stehen DIN- und ANSI-Flanschausführungen sowie weitere internationale Anschlussvarianten zur Verfügung. Auch kundenspezifische Flansche sind möglich. Die passende Flanschgröße wird zusammen mit den Anschlussmaßen und den Betriebsbedingungen festgelegt.
TECHNISCHE DATEN
| Merkmal | Angaben zur FH-Baureihe |
|---|---|
| Herstellbare Spannungen | Bis 700 V |
| Oberflächenbelastung | Ca. 0,1–20 W/cm², abhängig von der Anwendung |
| Temperaturbelastbarkeit | Bis ca. 300 °C, abhängig von Ausführung und Einsatzbedingungen |
| Flanschgrößen | Bis DN350 |
| Flanschausführungen | Unter anderem DIN, ANSI und kundenspezifische Ausführungen |
| Einbaulage | Waagerecht oder senkrecht |
| Anschlusskasten | Ausführungen bis Schutzart IP67 verfügbar |
| Kühlstrecke | Optional für Hoch- oder Niedertemperaturanwendungen |
| Temperaturausstattung | Temperaturfühler, Regler, Begrenzer und weitere Schalt- und Sicherheitselemente nach Auslegung |
| Druckprüfung | Werksintern bis 40 bar möglich; zulässigen Betriebsdruck gesondert abstimmen |
Die genannten Bereiche beschreiben die Möglichkeiten der Baureihe. Welche Werte zusammen realisierbar sind, wird für die konkrete Anwendung festgelegt.
Flanschheizkörper für Wasser, Öl, Luft und Gase
Flanschheizkörper für Wasser werden zur direkten Erwärmung des Behälterinhalts eingesetzt. Bei Ausführungen für Trinkwasser sind die Wasserbeschaffenheit und die Anforderungen der Anlage bei der Werkstoffauswahl zu berücksichtigen.
Flanschheizkörper für Öl werden hinsichtlich Mantelwerkstoff und Oberflächenbelastung auf das jeweilige Medium abgestimmt. Auch Betriebstemperatur und Wärmeabfuhr fließen in die Auslegung ein.
Für die Erwärmung gasförmiger Medien sind Flanschheizkörper für Luft und Gase, beispielsweise CO₂, möglich. Die konkrete Zusammensetzung des Mediums und die Strömungsbedingungen bestimmen die geeignete Ausführung.
Weitere Einsatzbereiche sind:
- Flanschheizkörper für Pufferspeicher, abgestimmt auf Flanschanschluss und verfügbaren Einbauraum
- Flanschheizkörper für Dampferzeuger, ausgelegt für die jeweiligen Prozessbedingungen
- Flanschheizkörper zur Tankbeheizung, bei denen die eintauchenden Heizelemente den Tankinhalt direkt erwärmen
- Flanschheizkörper für Prozesswärme in industriellen Anlagen
Mantelwerkstoff und Oberflächenbelastung passend auswählen
Der Mantelwerkstoff eines Flanschheizkörpers muss zum Medium und zur Temperatur passen. Deshalb stehen unterschiedliche Mantelmaterialien zur Verfügung. Für die Auswahl sind auch die chemische Zusammensetzung des Mediums und mögliche korrosive Bestandteile relevant.
Die Oberflächenbelastung des Flanschheizkörpers wird an die Wärmeaufnahme des Mediums angepasst. Sie liegt innerhalb der Baureihe je nach Anwendung bei etwa 0,1 bis 20 W/cm². Eine geringe Oberflächenbelastung kann beispielsweise bei Wasseranwendungen helfen, die Verkalkung zu reduzieren.
Heizleistung, beheizte Oberfläche und Einbaumaße werden gemeinsam betrachtet. So lässt sich die Baugruppe auf den Wärmebedarf und die Bedingungen an der Einsatzstelle abstimmen.
Anschlusskasten, Kühlstrecke und Temperaturausstattung
Ein Flanschheizkörper mit Anschlusskasten wird entsprechend den Anforderungen an den elektrischen Anschluss und die Umgebung ausgeführt. Anschlusskästen sind bis Schutzart IP67 erhältlich.
Für Hoch- oder Niedertemperaturanwendungen kann ein Flanschheizkörper mit Kühlstrecke vorgesehen werden. Diese dient der thermischen Entkopplung des Anschlussbereichs.
Je nach Regelungs- und Schutzkonzept sind folgende Ausstattungen möglich:
- Flanschheizkörper mit Temperaturfühler zur Temperaturerfassung
- Flanschheizkörper mit Temperaturregler zur Regelung auf die vorgesehene Temperatur
- Flanschheizkörper mit Temperaturbegrenzer zur Begrenzung einer unzulässigen Temperaturüberschreitung
Auch die Aufteilung eines Flanschheizkörpers auf mehrere Heizkreise beziehungsweise Schaltstufen wird bei der elektrischen Auslegung abgestimmt. Anzahl, Leistung und Verschaltung richten sich nach den Anforderungen der Anlage.
Flanschheizkörper als Sonderanfertigung
Türk+Hillinger bietet Flanschheizkörper als Sonderanfertigung für individuelle Einbausituationen und Heizaufgaben an. Dabei werden Flanschanschluss, Eintauchtiefe, unbeheizte Länge und Gehäuseausführung aufeinander abgestimmt.
Für Ihre Anfrage sind insbesondere folgende Angaben hilfreich:
Auf dieser Grundlage unterstützt unser technischer Vertrieb Sie bei der Auswahl und Auslegung Ihrer FH-Baugruppe.
FLANSCHHEIZKÖRPER FH
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Unser technischer Vertrieb unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden FH-Ausführung.
Nur für Geschäftskunden. Kein Privatverkauf.
ANWENDUNG
Zur Beheizung von Öl, Wasser, Trinkwasser, Luft, CO2 und anderen Gasen. Nutzung als Lastbank. Heizung für Prozesswärme, in der Gebäudetechnik, bei erneuerbaren Energien. Beheizung von Pufferspeichern und Dampferzeugern.
Frostschutz und viele andere Anwendungsmöglichkeiten: Sollte Ihre Anwendung hier nicht genannt sein kontaktieren Sie uns um eine passende Lösung zu finden.
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Werk Limbach-Oberfrohna, Deutschland
Dorotheenstr. 22, 09212 Limbach-Oberfrohna
Worin unterscheiden sich Flanschheizkörper und Einschraubheizkörper?
Der wesentliche Unterschied liegt im Behälteranschluss. Ein Flanschheizkörper FH wird über einen Flansch montiert. Ein Einschraubheizkörper EHK besitzt einen Schraubkopf mit Gewinde. Welche Bauform geeignet ist, hängt vom vorgesehenen Anschluss, dem Einbauraum und den individuellen Anforderungen ab.
Wie werden Flanschgröße und Eintauchtiefe bestimmt?
Die Flanschgröße muss zum Anschluss der gewünschten Anwendung passen. Die Eintauchtiefe beschreibt, wie weit das Heizelement in den Behälter hineinragt. Beide Maße werden zusammen mit der unbeheizten Länge, der Heizleistung und der zulässigen Oberflächenbelastung festgelegt. Angaben zu DIN- oder ANSI-Ausführung allein reichen für die Auswahl nicht aus.
Was ist bei der Montage eines Flanschheizkörpers zu beachten?
FH-Flanschheizkörper können waagerecht oder senkrecht eingebaut werden. Bei Flüssigkeitsanwendungen müssen die Rohrheizelemente vollständig vom Medium bedeckt sein. Der Flüssigkeitsumlauf sollte durch die Baugruppe nicht behindert werden. Dichtungen sind wie im Prospekt beschrieben im Lieferumfang enthalten.
Welchen Einfluss hat die Wasserhärte auf einen Flanschheizkörper?
Hartes Wasser kann Kalkablagerungen auf den Heizrohren verursachen und dadurch eine Überhitzung begünstigen. Eine geringere Oberflächenbelastung kann die Verkalkung reduzieren. Zusätzlich ist die chemische Wasserbeschaffenheit relevant: Freie Chloridionen können beispielsweise Lochfraß begünstigen. Wasserqualität und Betriebsbedingungen sollten deshalb bereits bei der Anfrage angegeben werden.
Ist ein Flanschheizkörper mit IP67 erhältlich?
Für FH sind Anschlusskästen bis Schutzart IP67 verfügbar. Die Angabe bezieht sich auf den Anschlusskasten der gewählten Ausführung. Die passende Gehäuseschutzart wird entsprechend den Bedingungen am Aufstellort ausgewählt.
Bedeutet die Druckprüfung bis 40 bar, dass FH bei 40 bar betrieben werden darf?
Nein. Der zulässige Betriebsdruck muss für die konkrete Baugruppe unter Berücksichtigung von Flansch, Temperatur und Einsatzbedingungen gesondert festgelegt werden.
Können mehrere Heizkreise und eine Temperaturregelung vorgesehen werden?
Die gewünschte Aufteilung in Heizkreise oder Schaltstufen wird bei der Auslegung abgestimmt. Zusätzlich können Temperaturfühler, Regler und Sicherheitstemperaturbegrenzer vorgesehen werden. Die Kombination richtet sich nach der benötigten Leistungssteuerung und dem Regelungs- und Schutzkonzept der Anlage.