Das einfachste und in der Praxis gängigste Verfahren ist die Widerstandserwärmung. Es lassen sich hierbei die
direkte und die indirekte Widerstandserwärmung unterscheiden. Bei der direkten Widerstandserwärmung wird der elektrische Strom durch das aufzuheizende Objekt selbst geleitet und erzeugt dort die benötigte Wärme.
Beispiel: Widerstandsschweißen
Bei der indirekten Widerstandserwärmung erzeugt der elektrische Strom in einem Heizleiter Wärme, die durch Wärme Übertragung (siehe im Prospekt 1.3) auf das zu beheizende Objekt übertragen wird.
Beispiel: Glühofen, Infrarotheizung.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, wird für die Lösung der Beheizungsaufgaben die indirekte Widerstandserwärmung am häufigsten eingesetzt.
Bei der Widerstandserwärmung erfolgt die Umformung der elektrischen Energie in Wärme im Heizleiter. An diesen werden die folgenden, sehr hohen Anforderungen gestellt:
● hoher spezifischer Widerstand
● kleiner Temperaturbeiwert (Temperaturkoeffizient) des elektrischen Widerstandes
● hohe Betriebstemperatur bei langer Lebensdauer
● Beständigkeit gegen Auflagematerial und Einbettmassen
● große mechanische Festigkeit bei hohen Temperaturen
● gute chemische Beständigkeit gegen umgebende Atmosphäre
● gute Korrosions- und Zunderbeständigkeit
● geringe Wärmeausdehnung